Coonawarra
Inmitten der wunderschönen Weinfelder von Coonawarra, South Australia arbeiten wir für einige Monate in diversen Bereichen - vom Housekeeping und Cleaning im Bush Holiday Park über die Arbeit mitten in den Weinfeldern bis hin zur Arbeit in der Winery und die Herstellung von Wein.
Sechs Monate Coonawarra enden - Ein neues Kapitel beginnt
26. Mai 2026
Wir können es selber noch gar nicht glauben diese Worte zu schreiben, aber unsere letzten zwei Wochen in Australien brechen an. Könnt ihr es glauben? Wir sind seit fast einem Jahr in Australien. Wo ist die Zeit geblieben? Kneift uns mal einer?! 🇦🇺
Vor fast einem Jahr landeten wir mit zwei Rucksäcken, einem Working-Holiday-Visum und ganz vielen Fragezeichen im Kopf in Sydney. Jetzt sitzen wir hier, schauen auf all die Erinnerungen zurück und merken erst langsam, wie sehr uns dieses Land verändert hat. Australien ist längst mehr geworden als nur ein Reiseziel. Es ist ein Zuhause auf Zeit geworden. Ein Ort voller erster Male, Herausforderungen, Freiheit und Menschen, die wir nie vergessen werden. Die einen im guten, die anderen im eher weniger guten Sinne. 😁 In den letzten zehn Monaten haben wir hier so viele Höhen und Tiefen erlebt: harte Farmarbeit, kalte Nächte im Dachzelt, Roadtrips entlang atemberaubender Küstenstraßen und ins Herzen von Australien, Sonnenuntergänge und Nachthimmel voller Sterne mitten im Nirgendwo, vollgesch**** Toiletten putzen, neue Freundschaften, Abschiede und Heimweh, völlige Überforderung, aber eben auch Momente, in denen wir uns lebendiger fühlen als je zuvor. Und jetzt stehen wir plötzlich am Ende dieses Kapitels. Ein ziemlich verrücktes Gefühl.
Unsere Arbeit im Weingut
Aus den ursprünglich geplanten fünf Wochen in Coonawarra sind letztendlich sechs ganze Monate gworden!! Davon durften wir insgesamt gute dreieinhalb Monate in einer Winery, Jack Estate in Coonawarra, arbeiten und fragen uns heute wie schnell die Zeit eigentlich vergangen ist. Eine intensive Zeit voller Verantwortung, harter Arbeit, neuer Erfahrungen und Momente, die wir niemals vergessen werden. Die Vintage 2026, also die Zeit der Weinlese und Verarbeitung, ist diese Woche endgültig und offiziell beendet. Sobald der letzte Rotwein gepresst wurde, ist die Vintage für das Jahr offiziell vorbei. Von unseren täglichen Aufgaben haben wir ja bereits im letzten Blogbeitrag ausführlich berichtet. Aufgrund des Wetters und der kalten Temperaturen hat sich der Zeitraum der Vintage dieses Jahr etwas verzögert. Lange haben wir auf die roten Trauben gewartet.
Sobald die roten Trauben dann endlich auf dem Weingut angekommen sind, ging alles ziemlich schnell. Die Trauben wurden zuerst gecrushed und anschließend direkt in die riesigen Vinos gepumpt – große Tanks, in denen die Trauben fermentieren und langsam zu Wein werden. Dort durften wir den gesamten Prozess täglich hautnah mit begleiten. Unsere wichtigste Aufgabe während der Vintage sind die sogenannten Pump Overs. Wir können zunächst gar nicht glauben, dass WIR die Pump Overs durchführen dürfen. Zweimal am Tag werden dabei die Vinos gedreht, damit möglichst viel Farbe, Geschmack und Aroma aus den Trauben gezogen wird und sich mit dem Saft verbindet. Zusätzlich nehmen wir morgens und nachmittags Proben, messen Temperaturen und bringen alles ins Labor. Dort werden dann Zucker- und Alkoholwerte überprüft. Sobald der Zuckerwert bei null liegt, wissen wir: Die Gärung ist abgeschlossen und die Trauben können gepresst werden. Erst ab diesem Moment wird aus den Trauben langsam wirklich Wein. Dieses Jahr läuft die Vintage besonders erfolgreich. Vor allem die letzten zwei Wochen bescheren uns traumhaftes Wetter mit viel Sonne und warmen Temperaturen – perfekt für die Reifung der Trauben vor der Ernte. Insgesamt wurden in dieser Saison ganze 30 Vinos gefüllt. Damit hat wohl keiner gerechnet, schon gar nicht unsere Chefs. Verrückt, wenn man bedenkt, dass wir täglich Verantwortung für rund 800.000 Kilogramm Trauben tragen durften. Wir sind maximal stolz auf uns.
Körperlich anstrengend ist die Arbeit zwar nicht, dennoch haben uns die Tanks gelegentlich gezeigt, wer hier wirklich stärker ist. Die Vinos sind riesig, der Druck darin enorm – allein das Probennehmen kostet oftmals richtig Kraft, besonders für Louisa. Und durch den Druck im Tank gibt es regelmäßig unfreiwillige Weinduschen. 🍷😂 Dagegen kann man absolut nichts machen.
Rückblickend hätten wir uns niemals vorstellen können, einmal so tief in die Welt des Weins einzutauchen. Wir lernen unglaublich viel. Nicht nur über die komplexe Herstellung von Wein, sondern auch über Rebsorten, Klimaeinflüsse, Gärung und darüber, was einen wirklich guten Wein ausmacht. Vor allem aber lernen wir wieder einmal, wie schön es ist, gemeinsam etwas völlig Neues zu wagen. Das Team hier machte unsere Erfahrung noch besonderer. Wir wurden so herzlich aufgenommen, bekamen viel Verantwortung übertragen und wuchsen jeden Tag ein bisschen mehr über uns hinaus. Genau deshalb fühlte sich unser letzter Arbeitstag am Donnerstag auch emotionaler an, als gedacht. Trotzdem sind wir erleichtert, dass wir es endlich geschafft haben. Wieder einmal haben wir knallhart durchgezogen.
Besonders berührt haben uns die Abschiedsgeschenke. Von unserem Arbeitgeber bekommen wir jeweils eine Flasche Wein, auf der jede einzelne Person unterschrieben hat – dazu eine Karte voller liebevoller, warmer Worte und wunderschönem Feedback. Wir spüren, dass wir hier wirklich Spuren hinterlassen haben. Ein weiteres ganz besonderes Highlight kommt von Luke, einem Winzer mit eigener Winery, der bei Jack Estate produziert und seine Weine lagert. Zum Abschied schenkt er uns eine Box mit drei besonderen Flaschen seines Weins: einen Eucalyptus Cabernet Sauvignon, einen weiteren Cabernet Sauvignon aus 2021 (ihr merkt schon: wir lieben Rotwein) und als absolutes Highlight einen Riesling aus 2026. Für einen kurzen Moment glauben wir beim betrachten der Flasche, wir haben uns verlesen. Genau dieser Riesling bedeutet uns unglaublich viel, denn darin steckt nicht nur ein Weißwein. Darin steckt unsere Arbeit, unsere Zeit, unsere Verantwortung und ein kleines Stück unserer Geschichte in Australien 🧡 Zu wissen, dass wir unter anderem an diesem Wein mitarbeiten durften, macht uns unfassbar stolz. Deshalb haben wir beschlossen, diese besondere Flasche an unserem letzten Abend in Australien gemeinsam zu öffnen. Als Erinnerung an all das, was wir hier erleben, lernen und fühlen durften und an ein Kapitel, das uns für immer begleiten wird.
In weniger als zwei Wochen geht es für uns weiter nach Thailand. Dahin zurück, wo wir unsere Reise im Februar 2025 begonnen haben. Wir können es kaum erwarten und gleichzeitig fühlt es sich total surreal an, dass unser Australien-Kapitel erstmal endet. Dieses Land hat uns geerdet, wachsen lassen und uns gezeigt, wie viel mehr in uns steckt, als wir jemals gedacht hätten.
Auch wenn wir uns vorerst von Australien verabschieden - es wird kein langer Abschied, denn wir kommen für ein weiteres Jahr wieder. Wir sagen also erstmal: „Bis sehr bald, Australien!“
Stay Tuned ✈️ ♥️
Ostern in Australien und unser neuer Alltag im Weingut
06. April 2026
Im letzten Blogeintrag hatten wir bereits erwähnt, dass wir ein Vorstellungsgespräch in einer Winery hier in Coonawarra hatten – beim Jack Estate. Lasst uns für einen kurzen Moment drei Monate zurückgehen. Nachdem wir Anfang Januar bei ein paar Wineries unsere Lebensläufe abgegeben haben, wurden wir recht schnell beim Jack Estate zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Schon dort wurde uns schnell klar, dass Bewerbungsgespräche hier in Australien ganz anders ablaufen als in Deutschland. Alles ist deutlich lockerer, weniger formell und viel persönlicher. Es geht nicht darum, sich perfekt zu präsentieren und ein Haufen an Erfahrung mitzubringen, sondern vielmehr darum, ob man menschlich zusammenpasst. Als wir ankamen, wurden wir entspannt begrüßt und das Gespräch entwickelte sich schnell zu einem lockeren Austausch. Unser potenzieller Chef stellte uns Fragen dazu, was wir aktuell machen und welche Länder wir auf unserer Reise bisher besucht haben. Außerdem wollte er wissen, ob wir eine Unterkunft und ein Auto haben, was wir direkt bestätigen konnten. Check, Check!
Anschließend fragte er uns, ob wir unter Druck arbeiten können, besonders dann, wenn es im Betrieb einmal stressiger wird. Da mussten wir innerlich etwas schmunzeln – nach vier Monaten Farmarbeit? Kein Problem. Nach dieser Erfahrung bringt uns so schnell nichts mehr aus der Ruhe. Grüße gehen an dieser Stelle raus an Paul, den Farmer! 😁 Ein weiterer Punkt war das Thema Sicherheit am Arbeitsplatz. Auch hierzu wurden wir befragt. Max hat in diesem Moment wirklich abgeliefert und alle wichtigen Sicherheitsmaßnahmen souverän aufgezählt. Dazu gehören unter anderem das Tragen von gut sichtbarer Schutzkleidung, der Schutz von Augen und Ohren, Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen und bei Bedarf auch ein Helm. Man hätte meinen können, er arbeitet schon seit Jahren in diesem Bereich. Am Ende des Gesprächs wurde uns gesagt, dass noch ein weiteres Interview stattfinden würde und man sich anschließend bei uns melden werde. Als wir das Gebäude jedoch verließen, hatten wir beide ein sehr gutes Gefühl. Wir sahen uns an und wussten, das könnte was werden!
Bereits am nächsten Tag erhielten wir dann den entscheidenden Anruf. Mike, unser potenzieller neuer Chef, meldete sich direkt bei uns und machte uns ohne große Umwege ein Jobangebot. In diesem Moment konnten wir unser Glück kaum fassen. Obwohl wir keinerlei Erfahrung in dem Bereich als Kellerarbeiter hatten, konnten wir überzeugen. Wir waren in dem Moment unglaublich stolz auf uns und gleichzeitig einfach nur glücklich. Mitte Februar starteten wir somit unseren neuen Job als sogenannte „Cellar Hands“, was übersetzt so viel bedeutet wie Kellerarbeiter oder auch die rechte Hand des Winzers.
Unser neuer Arbeitsplatz: Jack Estate
Das Jack Estate ist ein familiengeführtes Weingut in der bekannten Weinregion Coonawarra. Die Region ist besonders berühmt für ihre hochwertigen Rotweine, insbesondere für Cabernet Sauvignon. Die einzigartigen Terra-Rossa-Böden bieten ideale Bedingungen für den Weinanbau und machen die Region weltweit bekannt. Das Jack Estate ist mit eines der größten Weingüter in Coonawarra und zeichnet sich vor allem auch durch die Zusammenarbeit mit vielen anderen Weingütern, die keinen eigenen Weinkeller haben, aus.
Für uns ist es etwas ganz Besonderes, plötzlich Teil dieses Prozesses zu sein.
Unsere Aufgaben sind sehr vielseitig und vor allem zu Beginn komplett neu für uns. Ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit ist das sogenannte Transferieren und „Racking“ von Wein. Dabei wird der Wein von einem Tank in einen anderen umgepumpt. Dieser Vorgang dient dazu, den Wein von Ablagerungen wie Hefen oder anderen Rückständen zu trennen. Dadurch wird der Wein klarer und kann sich geschmacklich weiterentwickeln. Das Transferieren von Wein bedeutet für uns vor allem eines: Verantwortung, denn wir transferieren teilweise mal eben so 100.000 Liter Wein. Da darf nichts schiefgehen.
Ein weiterer großer Bestandteil unserer Arbeit ist das Reinigen der Tanks. Diese müssen gründlich gesäubert werden, damit keine Rückstände die Qualität des Weins beeinträchtigen. Dabei arbeiten wir mit verschiedenen Chemikalien, unter anderem auch mit Lauge. Hier ist besondere Vorsicht geboten, weshalb Schutzkleidung und konzentriertes Arbeiten unerlässlich sind. Trotz absoluter Vorsicht, bleibt die ein oder andere kleine Narbe nicht aus… Andere bringen typische Souvenirs mit nach Hause, wir bringen kleine Narben mit 😁 Zusätzlich führen wir sogenannte „Additions“ durch. Dabei werden dem Wein bestimmte Stoffe hinzugefügt, beispielsweise Hefe oder andere Komponenten, die den Gärprozess unterstützen oder den Geschmack beeinflussen. Auch das Befüllen von Weinfässern gehört zu unseren Aufgaben. Dabei wird der Wein in Holzfässer umgefüllt, wo er weiter reift und sein Aroma entwickelt.
Wir lernen jeden Tag unglaublich viel Neues. Es ist faszinierend zu sehen, wie viel Arbeit und Wissen hinter einem Glas Wein steckt. Am Ende eines Arbeitstages sind wir meist sehr müde, aber gleichzeitig auch stolz auf das, was wir gelernt und geschafft haben.
Mittlerweile befinden wir uns in der achten Woche unseres Jobs und können sagen, dass uns die Arbeit wirklich Spaß macht und wir jeden Tag mehr über Wein lernen. Unsere Chefs sind auf jeden Fall absolut zufrieden mit uns und haben schon angeboten nächstes Jahr zur Lese wiederzukommen 😉😁
Die Zeit vor unserer Arbeit im Weingut – kleine Abenteuer und besondere Momente
Bevor unser Job Mitte Februar begann, haben wir noch einige schöne und besondere Momente erlebt, die wir gerne mit euch teilen möchten.
Wir sind mit dem Auto nach Port MacDonnell an den Strand gefahren, um dort am Meer zu angeln. Während dieses Ausflugs hat Max einen riesigen Stachelrochen gefangen. Es war ein absoluter Kraftakt aber ein zugleich beeindruckender Moment, dieses große Tier so nah zu sehen. Selbstverständlich haben wir den Rochen direkt wieder freigelassen und Max hatte am nächsten Tag ganz schön Muskelkater.
Ein ganz besonderer Tag war der 5. Februar 2026. An diesem Tag haben wir unser einjähriges Jubiläum unserer Weltreise gefeiert. Ein ganzes Jahr unterwegs zu sein, so viele Länder gesehen und so viele Erfahrungen gesammelt zu haben, fühlte sich in diesem Moment einfach unreal an. Wir haben diesen Anlass mit einer guten Flasche Wein gefeiert und uns bewusst Zeit genommen, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Bei den ganzen Eindrücken vergisst man vieles einfach….
Außerdem haben wir einen Wochenendausflug in den Grampians Nationalpark gemacht. Dort konnten wir innerhalb kurzer Zeit unglaublich viel Wildlife beobachten. Wir haben Emus, Kängurus und sogar Koalas gesehen. Die Natur in Australien ist einfach beeindruckend und immer wieder aufs Neue faszinierend. Während unserer Wanderungen durch den Park wurde uns einmal mehr bewusst, wie besonders und vielfältig dieses Land ist. Ein kompletter Kontrast zu Deutschland.
Auch der Valentinstag wurde für uns zu einem unerwarteten Highlight. Eigentlich wollten wir einfach nur entspannt frühstücken gehen. Doch dann unterhielten wir uns mit ein paar Australiern am Nebentisch und plötzlich hielten wir kleine Baby-Kängurus auf dem Arm. Es sind genau diese ungeplanten Momente, die eine Reise so besonders machen.
Alltag, Arbeit und ein Blick nach vorne
Unser Alltag besteht aktuell nur aus Arbeit, Lernen und Weiterentwickeln. Über Ostern haben wir zusätzlich im Holiday Park ausgeholfen, da dort besonders viel los war. Die Tage waren lang und anstrengend, aber gleichzeitig auch sehr erfolgreich, denn wir freuen uns über jeden Dollar, den wir für unsere Weiterreise sparen können. Und auch hier zeigt sich wieder: Wir packen an und wir ziehen durch. Dennoch merken wir: Unsere Zeit in Australien neigt sich langsam dem Ende zu.
Noch etwa zwei Monate — Dann geht es Anfang Juni zurück nach Thailand.
Wir freuen uns so sehr darauf. Auf eine kleine Pause. Auf Wärme, Leichtigkeit, weniger Arbeit, mehr Sein. Australien war intensiv. Lehrreich. Herausfordernd.
Und genau deshalb brauchen wir eine kleine Auszeit davon. Worauf wir uns am meisten freuen: in Thailand bekommen wir das erste Mal Besuch auf unserer Reise — aus Deutschland! Wir können es jetzt schon kaum abwarten ✨🧡
Bis dahin genießen wir aber noch jeden Moment – zwischen Weinfässern, Sonnenuntergängen und dem Gefühl, gerade genau das Richtige zu tun, sich wenn es nicht immer einfach ist.
Stay tuned! 🇦🇺
Hallo aus dem Jahr 2026! ✨
Der Jahreswechsel fühlte sich hier in Coonawarra ruhig, warm und irgendwie genau richtig an. Wir haben mit unseren Chefs und Arbeitskollegen zusammengesessen, viel Wein getrunken, am Lagerfeuer gelacht und das alte Jahr ganz entspannt verabschiedet. Nichts Wildes – am nächsten Tag wurde schließlich wieder gearbeitet. Die Zeit zwischen Weihnachten und dem Jahresanfang war unglaublich gut besucht und so arbeiteten wir 15 Tage am Stück durch. In einer einzigen Woche kamen fast 50 Stunden zusammen. Wir waren völlig platt, aber auch ziemlich stolz und vor allem happy über das gute Geld.
Mittlerweile ist hier deutlich weniger los. Kaum noch Stunden im Holiday Park, viel Leerlauf, viele Fragezeichen unsererseits. Wie geht es für uns weiter? Unsere Arbeitgeber würden uns gerne behalten, also haben wir gemeinsam entschieden, dass wir uns zusätzlich in der Region nach Arbeit umsehen, um auf unsere Stunden zu kommen. Wir sind schließlich nicht hier, um zu chillen. Rund um Coonawarra gibt es unzählige Weinfelder – man sollte meinen, Arbeit gäbe es ohne Ende. Die Realität sieht aber anders aus: Viele Wineries sind kleine Familienunternehmen, die keine externen Mitarbeiter einstellen. Die großen Unternehmen stellen zwar Backpacker ein, aber die Jobs sind heiß begehrt und vieles ist längst vergeben. Wir geben natürlich auf.
Dann kamen die ersten guten Nachrichten. Max kann in den Weinfeldern anfangen. Alte Reben entfernen, Wasserleitungen abtrennen, Holzpfähle aus der Erde ziehen und auf den Traktor laden. Harte, körperliche Arbeit und leider aktuell nichts für Louisa. Die Farmarbeit der letzten Monate hat Spuren hinterlassen und der Körper braucht noch Zeit, um sich vollständig zu erholen. Trotzdem geht Louisa am Dienstag mit zum Probearbeiten, um zu schauen, ob sie es körperlich stemmen kann. Butter bei die Fische: Diese Arbeit ist härter als alles, was wir bisher gemacht haben. Sechseinhalb Stunden lang Wasserleitungen mit purer Kraft abtrennen, monotone Bewegungen, wenig mentale Beanspruchung und heiße Temperaturen. Zwei Tage hat Louisa bisher durchgezogen – danach so viel Muskelkater, dass heute erstmal Regeneration angesagt ist. Das Leben hier ist kein Zuckerschlecken, wenn man Geld verdienen möchte. Hoffnung gibt uns die bald startende Traubenernte. Dann haben wir hoffentlich beide Arbeit und müssen nicht wochenlang solche körperlichen Extremjobs machen. Heute steht außerdem ein Vorstellungsgespräch in einer Winery an. Wir sind zuversichtlich. Und wieder einmal zeigt sich: Mit Geduld passieren oft großartige Dinge. Und wenn nicht? Dann ziehen wir halt weiter.
Doch jetzt zu unserem absoluten Highlight der letzten Woche.
Zurück In Melbourne
Wir sind für ein paar Tage nach Melbourne gefahren für eines der größten Sportevents des Jahres: die Australian Open. Wer Tennis liebt, weiß, was dieses Turnier bedeutet. Die besten Spielerinnen und Spieler der Welt an einem Ort. Von Coonawarra nach Melbourne sind es rund 500 Kilometer – für Australien also fast um die Ecke. Zuckerschlecken. Dienstagmorgen ging es früh los, gegen 13 Uhr waren wir dann da. Schon unsere Unterkunft war ein echtes Geschenk. Ursprünglich wollten wir bei einem ehemaligen Farmkollegen übernachten, doch dann meldete sich stattdessen sein Sohn Daniel. Er bot uns an, in seinem Apartment mitten in Melbourne zu wohnen und selbst in der Zeit zu Freunden zu ziehen. Wir mussten das erstmal sacken lassen. Wie kann man so offen und so herzlich sein? Er sagte, sein Vater habe ihm erzählt, wie hart wir arbeiten und was für gute Menschen wir seien. Wir hätten das verdient. Wir waren sprachlos. Für uns zunächst ein komisches und fremdes Gefühl, so einen besonderes Angebot zu bekommen.
Als wir in Melbourne ankamen, machte sich kurz ein flaues Gefühl im Magen breit. Die Parkplatzsituation. Hugo ist groß, hoch und mit Dachzelt unterwegs – australische Tiefgaragen sind normalerweise unser Endgegner. Wir rechneten schon damit, ewig nach einem Platz zu suchen und ständig umparken zu müssen. Und dann, wie aus dem Nichts, das nächste kleine Wunder dieser Reise: Direkt neben dem Haus Daniels überdachter Parkplatz, von dem wir eigentlich dachten, dass dieser zu niedrig für uns sei. Hugo passt jedoch haargenau hinein, vielleicht mit zehn Zentimetern Luft nach oben. Wir konnten es kaum fassen. Erleichterung, Freude, pures Glück. Wir holten den Schlüssel aus dem Briefkasten, öffneten die Tür und waren sprachlos. Ein warmes, liebevoll eingerichtetes Apartment, in dem man sich sofort zuhause fühlt. Max ging direkt zum Kühlschrank, weil Daniel uns am Tag zuvor geschrieben hatte, wir dürften uns einfach bedienen. Als die Tür aufging und Erdinger Weizenbier und Helles darin standen, schaute Max mich nur ungläubig an. In diesem Moment wussten wir: Diese Tage würden etwas ganz Besonderes werden.
Am Nachmittag ging es mit der Bahn ins Zentrum, etwas essen und dann direkt zum Gelände der Australian Open. Riesig. Unser Ticket galt für das komplette Gelände. Wir schauten uns um, gönnten uns ein absolut überteuertes Bier und saßen wenig später in der Rod Laver Arena – sechste Reihe. Abends dann Zverev gegen Musetti. Zwar musste das Match verletztungsbedingt abgebrochen werden, aber wir waren trotzdem völlig begeistert und kamen definitiv auf unsere Kosten für den Tag.
Am nächsten Morgen hieß es erstmal ausschlafen. Kaffee im Bett. Dieses Gefühl von „Zuhause“.
Als kleiner Reminders an alle: Das erste mal nach über einem Jahr hatten wir unsere eigenen vier Wände und konnten es so richtig genießen. Erinnerungen an unsere Wohnung in Deutschland kommen in uns hoch. Wächst da wieder ein Wunsch nach eigenen vier Wänden? Ein bisschen vielleicht. Aber vermutlich noch nicht stark genug, um diese Reise zu beenden.
Der Tag verlief auf jeden Fall entspannt. Middle Park (wo sich das Apartment befindet), Strandspaziergang, Café am Meer, danach nochmal bummeln im CBD. Perfektes Wetter, keine Termine. Abends kochten wir Carbonara im Apartment und genossen den Abend mit mitgebrachtem Wein aus Coonawarra.
Donnerstag dann AO Tag zwei. Der Plan war erst Kaffee im CBD zu trinken, bevor es zu den Australian Open ging. Beim Herumschlendern haben wir dann einen urigen kleinen Italiener in einer Gasse mitten im CBD entdeckt. Aus Kaffee wurde schließlich Pasta und Wein. Danach spazierten wir am Yarra River entlang zum Tennisgelände. Wir schauten Qualifikationsspiele und sind begeistert von der großartigen Stimmung. Abends dann das absolute Highlight: Wir schauen Carlos Alcaraz (aktuell Weltrangliste Nummer EINS!) gegen den Australier Alex de Minaur – davor sogar die Tennislegende Djokovic gegen den US-Amerikaner Tiafoe. Wir saßen da und konnten kaum glauben, was wir sehen durften. Zwei Tage Weltklasse-Tennis. Wir waren restlos begeistert und sind uns sicher: Wir müssen unbedingt selbst mehr Tennis spielen.
Freitagmorgen steht noch ein letzter Strandspaziergang an, ein letzter Kaffee und dann begeben wir uns zurück nach Coonawarra.
Wieder im Arbeitsalltag angekommen jonglieren wir aktuell drei Jobs: Housekeeping im Holiday Park, harte Arbeit in den Weinfeldern und Social Media Management für unsere Chefs – sowohl für den Park als auch für ihr Schmuckbusiness. Neben dem Holiday Park haben unsere Chefs eine eigene Miene, in der Jade abgebaut wird. Daraus produzieren sie dann Schmuck in verschiedenster Form. Während wir vorher noch nie das Wort "Jade" gehört haben, lernen wir jetzt täglich mehr über das besondere Mineral. Man lernt nie aus und von nichts kommt nichts.
Wir berichten bald, wie unser Vorstellungsgespräch lief.
Drückt uns die Daumen!! ☘️ & Stay tuned!
Ein Jahr geht zu Ende - Zwischen Weinfelden, Weihnachten und ganz großen Emotionen
Mal wieder haben wir lange nichts von uns hören lassen. Nicht, weil nichts passiert ist – sondern eher, weil wir wieder voll im Arbeitsalltag angekommen sind. So richtig. Dieses „Man steht morgens auf, zieht Arbeitsklamotten an und weiß ziemlich genau, wie der Tag aussehen wird“-Gefühl. Und während sich unser Tagesablauf kaum verändert hat, ist in Wahrheit unfassbar viel passiert. Von alles neu über Langeweile, Stress und ja… sogar Gürtelrose. Willkommen in unserem ganz normalen Reiseleben.
Ende November sind wir in Coonawarra, eine kleine Ortschaft in Südaustralien, angekommen. Eigentlich sollte unser Job hier erst am 15.12. starten, aber wir durften schon früher anfangen – mit weniger Stunden, aber hey: besser als nichts. Jeder Dollar zählt. Wir arbeiten hier zusammen mit einem australischen Pärchen, Tony und Tyron, in einem Holiday Park mitten in den Weinfeldern. Wirklich mitten drin. Natur pur. Der Park bietet Stellplätze für Caravans, verschiedene Zelte, Ferienhäuser, Tiny Houses und sogenannte Bubble Tents. Klingt erstmal fancy – ist es manchmal auch. Manchmal aber eben auch… ganz anders. Mehr dazu später.
Unser Arbeitsalltag ist inzwischen Routine. Meist starten wir um 10 Uhr, weil die Gäste erst ab dann auschecken. Wenn viel los ist, beginnen wir früher und hoffen insgeheim, dass manche Gäste einfach ein bisschen früher verschwinden. Zelte sind schnell gemacht – Betten neu beziehen, einmal durchsaugen, fertig. Ferienhäuser und Tiny Houses dauern länger, da Bad und Küche gründlich gereinigt werden müssen. Bis 14 Uhr muss alles fertig sein, denn dann checken die nächsten Gäste ein. Danach folgen die Gemeinschaftsküche und die sanitären Anlagen, die wir ebenfalls sauber halten. Am Anfang war kaum etwas los. Wir haben oft nur vier bis fünf Stunden am Tag gearbeitet und uns gefragt, was wir mit der restlichen Zeit anfangen sollen. Langeweile deluxe. Doch pünktlich zu Weihnachten hat sich alles gedreht. Plötzlich war der Park komplett voll und seitdem ist richtig was los. Es wird stressiger, besonders an heißen Tagen. Letzte Woche hatten wir fast 40 Grad. Die Zelte hatten morgens um 11 Uhr schon über 35 Grad. Eine kostenlose Sauna – nur ohne Entspannung. Rein, putzen, raus. In wenigen Stunden vier Liter Wasser trinken und hoffen, dass man nicht einfach verdampft.
Es ist zwar kein Job, der einen körperlich komplett zerstört (so wie die Farmarbeit) – aber ganz ehrlich: Es ist auch kein Traumjob. Manche Gäste hinterlassen Badezimmer, bei denen wir uns ernsthaft fragen, wie das überhaupt möglich ist. Die Bubble Tents haben portable Toiletten, die geleert werden müssen – ein echtes Highlight. Da stehen wir manchmal da, schauen uns an und wissen nicht, ob wir lachen oder weinen sollen. Meist übernimmt Max diesen Part und opfert sich für unser Zwei-Mann-Team. Letzte Woche musste der arme sich tatsächlich übergeben, weil der Geruch so extrem war. Mal eben kurz in den Busch vorm Zelt gekotzt. Kein Witz. Wir haben Stories, Leute. STORIES. Die glaubt uns keiner….. Da können wir unseren zukünftigen Enkelkindern von erzählen.
Und als wäre das nicht genug, kam dann auch noch das nächste Kapitel: Louisa bekam Gürtelrose. Vermutlich stressbedingt, aber so genau weiß man das ja nie. Es begann mit einem kleinen Ausschlag an der Schulter. Max wusste sofort, was los ist – er hatte selbst mit 17 Gürtelrose und exakt die gleichen Symptome. Er wollte direkt zum Arzt fahren. Aber wir hatten für den nächsten Tag eine Weintour geplant. Und na ja… man muss halt Prioritäten setzen. Also haben wir die Weintour gemacht. Und sie war großartig. Wir waren den ganzen Tag mit einem älteren, superlieben Ehepaar aus England unterwegs, haben acht Wineries besucht, unzählige Tastings gemacht und so viel gelacht. Einer dieser Tage, die einfach gut tun. Unser Wissen über australischen Wein hat sich übrigens deutlich vergrößert - wer also Fragen über den Rotwein hier hat - immer her damit. Sind ja fast Expertem nach so viel Wein und können euch detailliert erklären, wie man Wein probiert 😂
Am nächsten Tag war der Ausschlag auf jeden Fall überall – Hals, Nacken, Kopfhaut. Also ab zum Arzt. Diagnose: Gürtelrose. Medikamente, Pause, durchatmen und ausruhen. Louisa hat eine Woche ausgesetzt und danach langsam wieder angefangen zu arbeiten. Zum Glück ist unser Job hier nicht extrem körperlich. Inzwischen wird es besser. Der Ausschlag geht zurück, die Nervenschmerzen sind noch da, aber aushaltbar. Offenbar findet Louisas Körper die Arbeit in Australien… na ja… ausbaufähig.
Die ganze Erfahrung mit der Arbeit hier hat sie definitiv schon jetzt eine wichtige Erkenntnis sammeln lassen: In Zukunft zurück zur Grundschullehrerin!!
Wir feiern also Weihnachten hier in Coonawarra. Über die Feiertage haben wir zwar durchgearbeitet, aber bei 40 Grad kam ohnehin keine richtige Weihnachtsstimmung auf. Heiligabend wird hier nicht gefeiert, also haben wir zwei für uns gefeiert. Max hat das Abendessen vorbereitet und Louisa hat das schönste Geschenk überhaupt bekommen: einen Ofenkäse. Nach elf Monaten auf Reisen unser erster Ofenkäse – man lernt unterwegs wirklich, die kleinen Dinge zu schätzen. Am 25.12. gab es Lunch mit Chefs und Kollegen. Ein riesiges Seafood-Buffet und für jeden einen ganzen Lobster. Weihnachten mal ganz anders. Schön auf jeden Fall, aber wir haben unsere Weihnachtszeit zuhause trotzdem ein bisschen vermisst. Den Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, die Vorweihnachtszeit und vor allem natürlich die Zeit mit den Liebenden! Die letzte Woche seit Weihnachten haben wir also komplett durchgearbeitet, heute ist Tag 8 in Folge. Es ist anstrengend, aber wir freuen uns über die Kröten und unseren wachsenden Kontostand.
2025 – ein Jahr, das uns für immer geprägt hat, geht zu Ende
Wenn wir auf 2025 zurückblicken, fühlt es sich nicht an wie ein Jahr. Es fühlt sich an wie mehrere Leben in einem. Alles begann mit dem Abschied in Deutschland im Februar 2025 – schweren Herzens und dieser Mischung aus Angst, Aufregung und purer Vorfreude auf das Unbekannte. Wir sind losgeflogen, ohne genau zu wissen, was uns erwartet. Nur mit dem Gefühl: Jetzt oder nie.
Ein paar Tage Bangkok und vier Wochen Koh Tao wurden unser sanfter Start. Ein Ort, an dem die Zeit langsamer läuft. Barfußtage, Salzwasser auf der Haut und Abende, die sich endlos anfühlten. Besonders die Zeit mit Bennet, Louisas Bruder, war etwas ganz Besonderes. Gemeinsam tauchen zu gehen, diese stille, andere Welt unter Wasser zu teilen – das hat uns allen so viel bedeutet. Wir treffen spontan Bettina und Ingo in den letzten Tagen auf Koh Tao und es entsteht eine besondere Freundschaft. Nicht nur das - wir wohnen vier Wochen bei Mario und könnten nicht dankbarer sein für unsere gemeinsame Zeit! Zwei Monate Thailand insgesamt, voller Wärme, Lächeln, Chaos und dieser Leichtigkeit, die man nur dort findet. Koh Tao wird für immer in unserem Herzen sein! 🧡
Malaysia brachte uns neue Perspektiven. Max fuhr mit einer der steilsten Seilbahnen der Welt – ein Moment zwischen Adrenalin und Panik, den wir nie vergessen werden. Dann kam Sri Lanka. Spontan entschieden und rückblickend eines der intensivsten Länder unserer Reise. Die Rundreise, der Kochkurs, die Begegnungen mit Einheimischen, Elefanten in freier Wildbahn – all das hat uns tief berührt. Sri Lanka hat uns gezeigt, wie wenig man braucht, um glücklich zu sein. Wie viel Wärme in einfachen Dingen steckt.
Singapur fühlte sich an wie ein Sprung in die Zukunft. Alles sauber, organisiert, modern. Ein krasser Kontrast, aber unglaublich beeindruckend. Indonesien brachte uns wieder zurück zur Ruhe. Bali bedeutete Entschleunigung, Verarbeitung, Ankommen. Tauchen mit Mantarochen – ein absoluter Gänsehautmoment. Dann die Entscheidung, unsere großen Rucksäcke einzulagern und zwei Monate nur mit Handgepäck zu reisen. Weniger Ballast, innen wie außen. Die Gili Islands waren pures Paradies. Weißer Sand, türkisfarbenes Wasser, schnorcheln mit Schildkröten und Sonnenuntergänge, die man nie vergisst.
Vietnam hat uns absolut positiv überrascht, überfordert und begeistert. Zehn Tage voller Leben, Rollerchaos, Straßenessen und unvergesslicher Begegnungen. Die Kreuzfahrt in der Ha Long Bay mit sechs Franzosen auf einem Boot – eine dieser unerwarteten Glücksgriffe, bei denen man merkt, wie besonders das Reisen sein kann. Ha Noi war laut, verrückt, intensiv und trotzdem irgendwie magisch.
Hongkong hat uns umgehauen. Wolkenkratzer, Lichter, diese Energie. Eine Stadt, die selbst New York Konkurrenz macht. China war dann wieder ein kompletter Kulturschock. Nervosität vor der Einreise, eine Lebensmittelvergiftung in Shanghai, neugierige Blicke an jeder Straßenecke in Peking. Tradition, Geschichte und das Gefühl, wirklich ganz weit weg von zuhause zu sein. Eines unserer absoluten Highlights der Weltreise: die chinesische Mauer. Wir haben heute noch Pipi in den Augen, wenn wir daran zurückdenken!
Südkorea war modern, schnell, aufregend. Wir haben aber aufgrund unserer Reisemüdigkeit nach so vielen Eindrücken wenig Zeit dort verbracht. Ein absolutes Highlight jedoch: die DMZ und an der Grenze zu Nordkorea zu stehen.
Dann wieder zurück nach Bali, diesmal mit dem Fokus auf Vorbereitung. Vier Wochen, um durchzuatmen und uns mental auf Australien einzustellen. Sydney empfing uns mit offenen Armen. Max’ Geburtstag dort war etwas ganz Besonderes. Dann die Jobsuche, der Umzug nach Koo Wee Rup und vier Monate Farmarbeit. Hart und einfach nur anstrengend. Wir sind an unsere Grenzen gegangen und darüber hinaus. Louisa verließ währenddessen ihre Zwanziger und wurde 30!! Wir kauften Hugo, bauten unseren Nissan Pathfinder aus und starteten unseren Roadtrip. Australien zeigte uns seine ganze Größe. Das Outback, Uluru – ein Ort, der sich eingebrannt hat. Noch heute bekommen wir Gänsehaut, wenn wir daran denken. Diese Stille. Diese Weite. Dieses Gefühl von absoluter Freiheit.
Und nun beenden wir dieses Jahr dort, wo wir es nie erwartet hätten: in den Weingebieten von South Australia. Mit einem Job, mit Routine, mit müden Körpern – aber mit Herzen, die voller sind als je zuvor 💕
2025 hat uns verändert. Es hat uns aus unserer Komfortzone gerissen, uns wachsen lassen, uns müde gemacht und gleichzeitig stärker. Wir haben gelernt, loszulassen, durchzuhalten, zu vertrauen. In die Welt, in fremde Menschen und vor allem in uns. Wir haben Kulturen erlebt, Menschen getroffen, Freundschaften geschlossen und gelernt, was es bedeutet, wirklich im Moment zu leben.
Und das Schönste daran?
Wir durften all das gemeinsam erleben. 🧡
2025 - Danke! Danke für alles! Für die Höhe und Tiefen, das Wachstum und die unzähligen Erinnerungen.
2026 kann kommen. Wir sind sowas von bereit.
Ein riesiges Dankeschön an euch alle, dass ihr uns so stark und kontinuierlich begleitet, mitgefiebert und mitgefühlt habt. Ihr seid ein großer Teil dieser Reise.
Wir hören uns im nächsten Jahr.
Wir können euch schon mal versprechen: Es bleibt spannend!! Wir haben ganz große Pläne!
Cheers to a new year – 2026, wir kommen ✨