Indonesien
Indonesien ist das fünfte Land, welches wir auf unserer Weltreise bereisen dürfen. Mit seinen 285 Millionen Einwohnern ist es das viertbevölkerungsreichste Land der Welt und besteht aus über 17.000 Inseln, die auf der Karte gar nicht alle zu sehen sein können. Wahnsinn, oder?! Wir verbringen insgesamt vier Wochen in Indosien und starten unsere Reise auf Bali.
Wir nehmen uns Urlaub vom Urlaub - Unsere traumhaft schöne Zeit auf den Gili Inseln 🌊☀️
Nach den eindrucksvollen Tagen auf Nusa Penida war es an der Zeit, unsere Reise etwas zu entschleunigen. Mit der Fähre ging es für uns weiter nach Gili Meno – die ruhigste der drei Gili-Inseln und ein Ort, der uns vom ersten Moment an mit seiner Gelassenheit empfangen hat.
Hier scheint der Alltag weit weit weg. Keine Motoren, keine Roller, keine Autos – nur das Rauschen des Meeres und das gleichmäßige Klacken der Hufe von Pferdekutschen auf sandigen Wegen. Das einzige Fortbewegungsmittel neben dem Fahrrad und unseren eigenen Füßen sind nämlich Pferdekutschen. Auf Gili Meno gibt es keine Straßen, alles besteht nur aus Sand. Wir können es bei Ankunft selbst kaum glauben und lieben es direkt! Unser kleines Hotel ist vom Hafen in 7 Minuten gut zu fuß zu erreichen und liegt direkt am Strand. Vom Bett ins Meer sind es nur wenige Schritte – und genau das haben wir zwei Tage lang in vollen Zügen genossen.
Schnorcheln, lesen und abschalten auf Gili Meno
Die Tage auf Gili Meno waren geprägt von Ruhe, Leichtigkeit und dem Gefühl, im Moment anzukommen. Während ich mit meinem Kindle am Strand liege und ein Buch nach dem anderen inhaliere (ich könnte nicht glücklicher sein 😁), schwebt Maximilian mit unserer Drohne über die Insel und fängt die Schönheit dieser kleinen Welt von oben ein. Zwischendurch schnappen wir uns immer wieder unsere Tauchermaske, Schnorchel und Flossen und erkunden gemeinsam das Leben unter Wasser. Ein ganz besonderes Erlebnis ist das Schnorcheln mit den vielen Schildkröten – und davon gab es sooo! viele. Inmitten des klaren, warmen Wassers tauchten sie ganz nah an uns vorbei, als würden sie uns für einen Moment in ihre Welt lassen. Es waren einige dieser seltenen Momente, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Einen Tag nutzen wir, um Gili Meno zu Fuß zu umrunden – barfuß, in etwa 1,5 Stunden. Auf halber Strecke im Westen der Insel erreichen wir das bekannte Bask Nest – eine Gruppe von kunstvollen, beeindruckenden Steinfiguren, die unter Wasser zu finden sind. Der Weg dorthin war durch die Strömung nicht ganz einfach, aber das Schnorcheln zu diesem besonderen Ort war jede Anstrengung wert. Und hey, gratis Fitnessstudio mit Meerblick!
Nach zwei vollen Tagen auf Gili Meno geht es weiter – mit der Fähre in nur fünf Minuten nach Gili Air. Hier ist die Stimmung lebendiger, aber immer noch sehr entspannt. Es gibt mehr kleine Restaurants, Cafés und Bars und doch bleibt das besondere Inselfeeling erhalten: keine Motoren, keine Eile. Wir haben Gili Air zu Fuß und mit dem Fahrrad erkundet und erneut das Gefühl gehabt, angekommen zu sein. Auch hier: kristallklares Wasser, feiner Sand und eine herzliche Atmosphäre. Der Vibe? Ganz klar: „Bleib doch einfach noch ein bisschen… oder für immer.“ Wir hätten gerne noch ein paar Tage mehr auf der Insel verbracht, doch unsere Reise führt uns weiter. Aktuell verbringen wir noch drei Tage auf Lombok (die große Schwesterinsel der Gili Inseln), bevor es morgen zurück nach Bali geht. Dann liegen fast vier Wochen Indonesien hinter uns – vier Wochen voller Begegnungen und neuer Eindrücke, voller Natur - vor allem unter Wasser, neuer Perspektiven und ganz viel Zeit, die uns wieder bewusst gemacht hat, was wirklich zählt im Leben.
Es bleibt spannend!
Wir sind jetzt seit fast vier Monaten unterwegs und unsere Reise geht weiter. Für uns beginnt in ein paar Tage ein neuer Abschnitt, der besonders spannend wird. Wir reisen weiter in ein Land, das vorher nicht unbedingt auf unserer Liste stand und genau das macht es umso aufregender. Das Besondere diesmal: Niemand weiß bisher, wohin es uns als Nächstes verschlägt. Nicht mal der Familie oder engsten Freunden haben wir etwas verraten. Wir wollen dieses neue Kapitel ganz bewusst für uns öffnen und mit euch teilen, sobald es beginnt. Also bleibt gespannt und schaut bald wieder vorbei. Wir freuen uns, euch mitzunehmen – in ein neues Land, in neue Abenteuer und in all das, was die nächsten Wochen für uns bereithalten. Wir versprechen euch: Die nächsten Wochen werden spannend, wild und ganz bestimmt wieder herrlich aben(d)teuerlich!
P.S. Die nächsten Wochen sind wieder ein krasser Kontrast zu unserer Zeit hier in Indonesien. Oooh, sind wir aufgeregt!
Stay tuned! 🤙🏼
Von Vulkangipfeln, Reisfeldern und Mantas – Unsere Zeit auf Bali & Nusa Penida
Nach all den intensiven Eindrücken der letzten Wochen war es Zeit, einmal tief durchzuatmen. Bali – ein Ort zum Ankommen. Die erste Woche verbringen wir ganz bewusst ruhig, lassen das Erlebte sacken, genießen die Sonne, das unglaublich leckere Essen, einen täglichen Kaffee, die freundliche Stimmung und einfach das Leben. Wenn wir nämlich ehrlich sind, dann wussten wir gar nicht mehr, wohin mit all den Gedanken und Gefühlen, die sich in den letzten Monaten angestaut haben. Unsere Unterkunft in Canggu, Bali war ein Ort zum Wohlfühlen – ruhig, warm, entspannt. Hier können wir eine Woche so richtig entspannen. Ein Highlight haben wir in dieser Woche jedoch unternommen: ein Schmuck-Workshop, bei dem wir unsere eigenen Ringe entworfen und gefertigt haben – ein ganz persönliches Souvenir, das uns immer an Bali erinnern wird. Nach sieben Tagen dann der Wechsel: Es geht weiter nach Ubud. Doch bevor es losgeht, steht ein kleiner Neuanfang für uns an: Wir lagern unsere großen Rucksäcke ein und reisen ab sofort nur noch mit Handgepäck. Von 17 auf 7 Kilo – was für ein befreiendes Gefühl! Weniger Ballast, mehr Freiheit.
Ubud – das grüne Herz Balis
Hier fühlen wir uns direkt anders: Dschungel, Tempel, Spiritualität – das „echte“ Bali. Noch am ersten Abend buchen wir spontan eine Tour zum aktiven Vulkan Mount Batur. Der Wecker klingelt gnadenlos um 1:30 Uhr, um 2 Uhr sitzen wir schon im Jeep. Nach einem schnellen Frühstück im Basecamp um 3 Uhr morgens beginnt dann eine Stunde später der Aufstieg im Dunkeln. Nur unsere Stirnlampen leuchten uns den Weg. Es ist regnerisch, rutschig, kalt. Ich kämpfe zusätzlich mit schmerzhaften Blasen an den Füßen, aber es gibt kein Zurück. Zähne zusammenbeißen und durch. Oben angekommen – völlig durchgeschwitzt – warten wir auf den Sonnenaufgang. Dann reißen die Wolken auf und das Licht kommt – ein magischer Moment. Es war jede Anstrengung wert. Nach dem Abstieg (auch nochmal 90 Minuten!) und einer heißen Dusche verbringen wir den restlichen Tag völlig platt im Bett. Abends gönnen wir uns eine Ganzkörpermassage im eigenen Zimmer. Ja, ihr habt richtig gelesen: im eigenen Zimmer! Die Masseurin kam zu uns in die Unterkunft und hat ihre Liege in unserem Zimmer aufgebaut! Besser kann ein Tag kaum enden. Völlig erschöpft und entspannt fallen wir ins Bett!
Unseren zweiten Tag in Ubud verbringen wir in den grünen Reisterrassen. Wir mieten uns einen Roller, cruisen durch die Landschaft, vergleichen Reisfelder und lachen über die Tatsache, dass unser größtes Problem gerade ist: „Welche Reisterrasse ist fotogener?“ – Life is good.
Dann geht es weiter: Mit der Fähre setzen wir über auf Nusa Penida, eine kleine Insel vor Bali – aber offiziell gehört sie dazu. Auf der Fähre schaut Maximilian mich mit den Tränen in den Augen an und sagt: ,,Ist das unser Leben aktuell? Ich kann das gar nicht glauben!" Auch wenn wir im Reisealltag angekommen sind, können wir manchmal immer noch nicht glauben, dass wir seit über drei Monaten so ein aufregendes Leben führen. Auf Nusa Penida wollen wir also vor allem eines: tauchen mit Manta Rochen. Doch vorher besuchen wir erst noch den berühmten Kelingking Beach, diese Naturformation, die aussieht wie ein T-Rex. Von oben beeindruckend – von unten leider auch bedrückend. Denn: Es wird gerade ein Fahrstuhl in die Felswand gebaut, um die steilen Stufen zu „ersetzen“. Ein trauriges Beispiel dafür, wie sehr der Mensch in die Natur eingreift, nur um es sich leichter zu machen. Das macht uns nachdenklich und wütend.
Ein Traum wird wahr
Wieder einmal heißt es für uns Komfortzone OFF - Aben(d)teuer Modus ON 🚀✨ Das letzte mal sind wir auf Koh Tao vor ganzen zwei Monaten getaucht. Heute steht unser Herzensmoment an: Tauchen mit Mantas. Der Grund, warum wir hier auf Nusa Penida sind. Wir entscheiden uns für zwei Tauchgänge und sind (jetzt im Nachhinein) überwältigt. Wir haben immer noch Gänsehaut, wenn wir an den Tag heute und unsere Erlebnisse denke. Unser erster Tauchgang führt uns direkt zum weltberühmten Tauchplatz Manta Point. Noch bevor wir abtauchen, steigt die Aufregung ins Unermessliche. Und dann, plötzlich, sind sie da: Zwischen 7 und 10 riesige Manta Rochen gleiten majestätisch an uns vorbei – einige mit einer Spannweite von fast vier Metern. Wir können unseren Augen nicht trauen. Es fühlt sich an, als wüssten die Rochen, dass wir da sind, denn sie führen eine Show für uns auf. Sie drehen sich anmutig, gleiten umeinander, es wirkt fast wie ein Tanz. Magisch. Berührend. Unvergesslich. Zu sehen, wie diese sanften Riesen sich trotz starker Strömung so mühelos durchs Wasser bewegen, lässt uns sprachlos zurück. Der zweite Tauchgang ist das komplette Gegenteil: ein farbenfrohes, lebendiges Korallenriff, voller kleiner Fische, Bewegung und Farben. Die Strömung ist mittelstark – für uns eine Premiere. Zum ersten Mal tauchen wir mit Strömung und spüren, wie wir wortwörtlich mitgerissen werden. Wir schweben durch das Wasser, ohne einen einzigen Flossenschlag, einfach schwerelos. Ein Gefühl von absoluter Freiheit. Ein bisschen scary aber super cool! Zwar haben wir Mario, unseren Tauchguide und Freund aus Koh Tao, ein bisschen vermisst – aber Rian, unser heutiger Guide, war ein echter Glücksgriff. Er hat uns mit seiner ruhigen Art ein sicheres Gefühl gegeben und dafür gesorgt, dass wir uns voll und ganz auf das Erlebnis einlassen konnten. Wir machen einen freien Abgang, anstatt uns an einem Seil kontrolliert runter zu lassen und probieren den Taucher-Rückwärtssalto, indem wir uns rückwärts vom Boot fallen lassen. Ich hab ja bereits gesagt, Komfortzone Modus OFF. Tauchen in Indonesien – das wird für immer in uns bleiben.
Morgen geht’s weiter auf die Gili Inseln – Dort steht dann wieder Entspannung pur an. Weiße Traumstrände, kristallklares Wasser, Zeit zum Schnorcheln und Runterkommen. Wir freuen uns riesig – und wissen jetzt schon: Auch dieser nächste Stopp wird besonders. Stay tuned!