Sri Lanka
Die Perle des indischen Ozeans
Insgesamt vier Wochen dürfen wir durch Sri Lanka reisen. Unsere genaue Reiseroute könnt ihr der Karte entnehmen. Wir landen am Flughafen in Colombo und starten unsere Rundreise in Hikkaduwa, an der Westküste Sri Lankas. Unsere Sri Lanka Reise ist abwechslungsreich: Wir erleben Strand, Safari und Berge.
Faktenwissen - Sri Lanka
Hauptstadt: Colombo, an der Westküste Sri Lankas
Bevölkerung: Etwa 22 Millionen Menschen
Größe: Sri Lanka hat eine Fläche von 65.610 km² und ist somit ungefähr vergleichbar mit Österreich, nur etwas kleiner
Sprachen: Singhalesisch, Tamil und Englisch
Währung: In Sri Lanka zahlt man mit der Sri Lanka Rupie (LKR). Die Umrechung ist für uns gar nicht immer so einfach, denn 1 Euro sind ganze 319 Rupien.
Religion: Der Buddhismus ist die dominierende Religion, gefolgt vom Hinduismus, dem Islam und dem Christentum
Besonderheit: Sri Lanka ist einer der weltweit größten Exporteure von Tee und verfügt über atemberaubende Teeplantagen
Ein letztes Kapitel – Sri Lanka, du warst intensiv, bunt und voller Herz
Ein letztes Mal steigen wir in den Zug. Wir fahren von Nuwara Eliya nach Kandy – vorbei an Teeplantagen, Bergen und sattgrünen Landschaften. Noch einmal tief durchatmen, staunen, an der offenen Tür sitzen und die Welt an uns vorbeiziehen lassen. Noch einmal diese Zugromantik spüren, bevor uns Kandy mitten ins Leben katapultiert. In Kandy angekommen herrscht pures Chaos. Menschenmassen, hupende Autos, volle Straßen – und wir wissen nicht, was hier eigentlich los ist. Erst später erfahren wir: In diesen Tagen findet ein besonderes religiöses Ereignis in Kandy statt, das in zehn Tagen schätzungsweise zwei Millionen(!) Pilger anzieht. Vom 18. April bis zum 28. April 2025 kommen Gläubige (größtenteils Buddhisten) aus aller Welt, um im heiligen Zahntempel den Zahn Buddhas zu betrachten. Manche Menschen schlafen bis zu drei Tage auf der Straße, nur um einen kurzen Blick zu erhaschen. Auch wenn der linke Backenzahn Buddhas schon immer im Zahntempel in Kandy verweilt, so ist es das erste Mal in 16 Jahren, dass die Regierung Sri Lankas den Zahn für die Öffentlichkeit zugänglich macht - und das für zehn Tage! Die Schlange? Bis zu zehn Kilometer lang. Für uns ist das zu viel – zu laut, zu voll, zu überwältigend.
Wir atmen ein wenig auf, als uns ein super lieber Tuk Tuk Fahrer, Tapa, mitnimmt und uns ein anderes Gesicht Kandys zeigt. Wir besuchen ein Edelsteinmuseum und staunen über die funkelnden Schätze, die hier in Kandy aus der Erde geborgen werden. Fun fact: Sri Lanka, vor allem die Region Kandy, ist bekannt für seine Edelsteingewinnung in der Natur und wird daher nicht umsonst die Perle des indischen Ozeans genannt. Würden wir mit einem anderen Budget reisen, hätte ich mir doch glatt einen wunderschönen Ring als Andenken maßschneidern lassen. 😁 Stattdessen reisen wir für das gleiche Geld lieber einen weiteren Monat!! Man muss eben Prioritäten setzen! Wir lernen außerdem über die Kunst der Naturkosmetik im Kräutergarten und entdecken die Wirkung von Pflanzen auf Körper und Geist. Schließlich finden wir einen Ort der Stille im Botanischen Garten – eine kleine Ruheoase, die uns kurz vergessen lässt, wie voll die Stadt gerade ist. Den Zahntempel lassen wir aus. Wir hätten den wunderschönen Zahntempel gerne besichtigt, sind aber vom Trubel der Stadt und von den Menschenmassen völlig erschöpft. Es ist okay, nicht alles zu sehen.
Von Kandy geht es endlich weiter nördlich nach Sigiriya. Wir sind erleichtert Kandy verlassen zu können. Zwei Tage Hitze stehen an, 33 Grad – willkommen zurück im Tiefland. Am nächsten Morgen klingelt der Wecker um 4:15 Uhr. Wir wollen hoch hinaus; auf den Pidurangala Rock zum Sonnenaufgang. Ein Geheimtipp: der Pidurangala Rock ist um einiges günstiger als der berühmte Lion Rock hier in Sigiriya – mit gleicher Aussicht. Gemeinsam mit vielen anderen sitzen wir weit oben, beobachten, wie der Tag erwacht und die Berge in goldenes Licht taucht. Was für ein magischer Moment. Unsere Drohne kann heute leider nicht allzu lange fliegen, der Wind ist einfach zu stark dort oben. Aber viele Bilder speichern wir ohnehin im Herzen - dieser gehört eindeutig dazu.
Morgen geht es nach Negombo, der letzte Stopp unserer Sri Lanka Rundreise. Zwei Tage, um runterzukommen, um all das sacken zu lassen. Vier Wochen Sri Lanka – so intensiv, so voll mit Momenten, Gesprächen, Erlebnissen. Wir sind jetzt insgesamt elf Wochen auf Reise und mittlerweile so richtig im Reisealltag angekommen. Der Reisealltag ist fordernder, aber auch reicher, als wir es uns je vorgestellt hätten. Wir sind angekommen im Unterwegssein und vor allem werden wir unserem Namen weiterhin treu, denn wir sind unterwegs und doch zu Hause. Auf Reisen lernen wir beide uns nämlich nochmal ganz anders und viel intensiver kennen.
Am Montag geht’s zurück nach Malaysia – mit so vielen wertvollen Momenten und Eindrücken, die wir für immer in unseren Herzen tragen werden. Oh, Sri Lanka - Wir sind so dankbar für die intensiven vier Wochen, aber auch unglaublich erleichtert, den ganzen Trubel bald nicht mehr um die Ohren zu haben. Diesmal wollen wir euch nicht lange auf die Folter spannen - unser nächstes Reiseziel ist Singapur! Wow, was freuen wir uns auf die Stadt! 🌿🏙️
Vom Tiefpunkt zum Höhepunkt - Unsere Zeit in Ella & Nuwara Eliya über den Wolken
Heute erreicht euch ein etwas längerer Blogbeitrag, denn wir haben euch so viel zu berichten! Unser Start in Ella hätte ehrlich gesagt kaum chaotischer sein können. Nach unserer Ankunft freuten wir uns eigentlich auf frische Bergluft, grüne Landschaften und gemütliche Stimmung – doch was uns in unserer ersten Unterkunft erwartete, war das komplette Gegenteil. Schimmel an den Wänden, klamme Luft, kaum Schlaf in der feuchten Bettwäsche und sogar unsere Kleidung und Reisepässe waren nach nur einer Nacht feucht durchzogen. Nach drei Stunden Schlaf war klar: hier bleiben wir keinen Tag länger. Nachdem wir die ganze Nacht UNO gespielt haben und versucht haben unsere Situation mit Humor zu nehmen, sind wir endlich um halb 6 morgens in den Tag gestartet und haben uns auf den Weg zur berühmten Nine Arche Bridge gemacht.
Kaum zu glauben, wie magisch dieser Ort wirkt, wenn man ihn fast für sich hat. Um 6:30 Uhr fuhr der erste Zug vorbei, eingerahmt von dichtem Grün und den ersten Sonnenstrahlen. Und ab 6:45 Uhr? Die Touristenmassen strömten nur so an. Wir konnten uns nur schmunzelnd anschauen und dachten: Okay, die Horrorunterkunft war vielleicht doch ein Glücksfall im Unglück.
Nachdem wir zurück an der Unterkunft waren, haben wir direkt unsere Sachen gepackt und sind mit müden Augen und schweren Rucksäcken losgezogen und haben ganz klassisch von Tür zu Tür nach einem Zimmer gefragt – und wir hatten Glück! Wir fanden eine neue Unterkunft, zwar deutlich teurer, aber genau das, was wir gebraucht haben: sauber, warm, freundlich und gemütlich – ein Ort zum Durchatmen. Rückblickend hatte die schlaflose Nacht also sogar ihr Gutes … Diese Situation hat uns nochmal gezeigt, dass wir in Zukunft genauer schauen bei der Unterkunftswahl und dass es okay ist, wenn wir ein bisschen mehr Geld ausgeben für eine vernünftige Unterkunft - dafür haben wir schließlich gespart. Anders macht das Reisen keinen großen Spaß und kann schnell anstrengend werden. Wir sind dankbar für jede (wenn auch negative) Erfahrung. Nur dadurch wachsen wir. :-)
Tag 2 in Ella: Am nächsten Morgen klingelte um 5:30 Uhr wieder der Wecker – unser Ziel: Little Adam’s Peak. Der Aufstieg war kurz, aber der Ausblick oben einfach unglaublich. Die ersten Sonnenstrahlen fielen über die Bergketten, die Luft war klar und frisch – ein Kontrastprogramm zu den Stränden, Safari-Ebenen und tropischen Temperaturen, die wir in den letzten Wochen erlebt haben. Ella liegt auf ca. 1.500 Metern Höhe und schenkt einem ein ganz anderes Sri Lanka: grün, wesentlich kühler und einfach majestätisch.
Nach zwei intensiven Tagen in Ella ging es mit dem Zug weiter nach Nuwara Eliya und was sollen wir sagen? Diese Strecke verdient ihren Ruf: Die Zugfahrt von Ella nach Nanu Oya (der Bahnhof von Nuwara Eliya) ist nicht nur spektakulär, sie ist ein Erlebnis für sich. Vorbei an Teeplantagen, Bergen, Wasserfällen und kleinen Dörfern – wir klebten förmlich an den offenen Zugtüren. Mittlerweile sind wir noch höher über den Bergen unterwegs, denn Nuwara Eliya liegt auf stolzen 2.500 Metern über dem Meeresspiegel. Ganz schön hoch – und das spüren wir nicht nur in den Ohren, sondern vor allem am Wetter. Von 33 Grad tropischer Hitze sind wir plötzlich auf 18 Grad runtergerutscht. Es ist das erste Mal seit 10 Wochen, dass wir unsere Pullover ausgepackt haben – ein verrücktes Gefühl, nach all der Sonne mal wieder kühle Luft einzuatmen. Kaum in Nuwara Eliya angekommen wurden wir direkt vom nächsten kleinen Reiseglück überrascht: Ein freundlicher Tuk-Tuk Fahrer namens Ragu sprach uns am Bahnhof an und fuhr uns zur Unterkunft. Er bot uns sogar spontan an, uns seine Heimat zu zeigen. Heute Morgen um 9 Uhr ging’s dann los: Mit Ragu haben wir die umliegenden Teeplantagen erkundet, das grüne Herz Sri Lankas. Die Hügel, die sich endlos in alle Richtungen ziehen, bedeckt mit perfekt geordneten Teebüschen, waren einfach beeindruckend. Sri Lanka gehört zu den größten Teeexporteuren der Welt und genau hier spürt man, warum. Unser Ziel: die Damro Tea Plantation, die als eine der größten Teefabriken Sri Lankas für die Herstellung von schwarzem Tee gilt. Wir möchten unbedingt erfahren, wie Tee hergestellt wird. Dafür haben wir eine kurze, aber wirklich spannende Führung durch die Fabrik machen dürfen – ca. 15 Minuten, genau die richtige Dosis Input nach so vielen Eindrücken. Und was sollen wir sagen? Wir sind jetzt Tee-Experten. Falls Fragen vorhanden sein sollten – schreibt uns! 😁 Es war wirklich faszinierend zu sehen, wie viel Arbeit und Handwerk hinter einer einzigen Tasse Tee steckt, die wir in Deutschland einfach so aus dem Supermarktregal nehmen.
Ein kleiner Exkurs für euch: Wir haben gelernt, dass es insgesamt fünf verschiedene Arten von Tee hier in Sri Lanka gibt – schwarzen, grünen, weißen, silbernen und goldenen Tee. Und das Spannende ist: vier der fünf Sorten stammen von der gleichen Pflanze. Ich durfte sogar selbst ein Teeblatt pflücken (natürlich gibt’s ein Beweisfoto mit Erklärung!) – und aus diesem einen Blatt können tatsächlich drei Sorten gewonnen werden: schwarzer, grüner und weißer bzw. silberner Tee. Während der grüne, weiße, silberne und goldene Tee „nur“ getrocknet werden, wird der schwarze Tee fermentiert – dadurch bekommt er seine kräftige, dunkle Farbe und den typischen Geschmack. Und by the way: Fast alle Teesorten, die wir aus dem Supermarkt kennen – also Früchtetee, Rooibos, etc. – basieren auf schwarzem Tee und werden mit Aromen versetzt. Verrückt, oder?
Ein bittersüßer Beigeschmack blieb vom heutigen Tag jedoch hängen: Die sri lankischen Arbeiter und Arbeiterinnen auf den Teeplantagen gehören zu den ärmsten Menschen Sri Lankas. Für 20 kg!! gepflückte Teeblätter erhalten sie einen Tageslohn von rund 3 Euro und um diese Menge zusammenzubekommen, arbeiten sie oft acht Stunden oder länger am Stück. Das ist schwer zu verdauen und hat uns nachdenklich gemacht. Noch bewusster werden wir Tee künftig trinken – mit Respekt vor dem, was dahintersteckt. Auch können wir unser Leben und die vielen Privilegien, die wir haben, nun sehr viel mehr schätzen. Unser Stopp in Nuwara Eliya hat sich auf jeden Fall mehr als gelohnt. Die Landschaft, die Temperaturen, das Leben der Locals – alles wirkt hier ein bisschen langsamer, ein bisschen sanfter. Und inmitten all der Teehügel und Nebelschwaden haben wir nicht nur viel gelernt, sondern auch wieder dieses ganz besondere Reisegefühl gespürt: Staunen, verstehen, dankbar sein.
Unsere Tage zwischen Ella und Nuwara Eliya waren intensiv, emotional, voller Höhen (und einem Tief, haha), aber genau das ist Reisen für uns: nicht planbar, manchmal chaotisch – aber immer wieder wunderschön. 🧡
Elefanten, Emotionen & ein neues Jahr – unsere Zeit im Udawalawe Nationalpark 🐘
Nach entspannten Tagen in Tangalle brauchten wir dringend eine Pause von Sri Lankas verrückten Bussen und gönnten uns ein kleines Upgrade: ein privater Fahrer brachte uns ganz entspannt nach Udawalawe in den Nationalpark. Weil die Menachen hier einfach so gastfreundlich sind und durch die Touristen gutes Geld verdienen können, hat der Taxifahrer uns direkt angeboten und zwei Tage später auch wieder in Udawalwe abzuholen und nach Ella zu bringen. Da sagen wir natürlich nicht nein, denn die Fahrt nach Ella ist äußerst gebirgig und da wollen wir auf keinen Fall in einem der Busse sitzen - Sicherheit gehr da einfach vor. 😁
Nun aber erstmal zu unserer Zeit in Udawalawe. Schon bei unserer Ankunft merkten wir: dieser Ort wird etwas ganz Besonderes für uns. Nicht nur waren wir die einzigen Gäste in der Unterkunft und haben ein kostenloses Zimmerupgrade bekommen, wir wurden auch für den anstehenden Feiertag eingeladen. Am 14. April feiert Sri Lanka dieses Jahr nämlich das neue Jahr, basierend auf dem traditionellen Kalender und dem Stand des Mondes – und wir hatten die Ehre, ein Teil davon zu sein. Der Jahreswechsel oder auch Sinhala & Tamil New Year markiert den Wechsel vom alten ins neue astrologische Jahr. Es ist eines der bedeutendsten Feste des Landes – ganz gleich, ob buddhistisch oder hinduistisch geprägt, gefeiert wird es überall mit großer Hingabe und Herzlichkeit. Die Familie unserer Unterkunft hat uns mit so viel Herzlichkeit empfangen, dass uns ganz warm ums Herz wurde. Um 5:30 Uhr morgens startete für uns also der Tag – noch ganz verschlafen, aber voller Vorfreude. Und dann: der erste Gänsehaut-Moment auf dem Balkon. Ein Elefant. Direkt vor unserer Unterkunft auf der anderen Straßenseite. Wir waren völlig hin und weg. Beim Frühstück saßen wir dann mitten im Familienleben: gemeinsam essen, lachen, teilen. Maximilian durfte sogar eine der vier Neujahrskerzen entzünden und wir wurden – wie alle Familienmitglieder – mit einem Geldschein, eingepackt in ein Banenenblatt, vom Hausherren beschenkt. Diese Einladung in ihr Zuhause war für uns ein ganz besonderer Moment; live erleben zu dürfen, wie die Familie den ereignisreichsten Tag des Jahres gemeinsam feiert und das mit so viel Liebe und Dankbarkeit. Das war bisher mit Abstand unsere authentischste Erfahrung in Sri Lanka.
Nach dem Frühstück, um 8:00 Uhr, ging es los zur Safari. Unser privater Guide war nicht nur unglaublich freundlich, sondern auch voller Wissen. Und was sollen wir sagen: die Safari im Udawalawe Nationalpark war und bleibt einfach unvergesslich. Natürlich hofften wir auf Elefanten und wurden definitiv nicht enttäuscht. Wir haben so viele Tiere gesehen, dass wir immer wieder staunen mussten: Rehe, Pfauen mit vollem Gefieder, Warane, Affen, Krokodile, Schildkröten, Störche, Adler, ja sogar Tucane. Und dann: Elefanten. Ganz nah. Ruhig. Mächtig. Magisch. Wir verhielten uns leise und beobachteten – und die Elefanten ließen uns teilhaben an ihrem Alltag. Einige kamen ganz nah, andere blieben in der Ferne. Wir sahen sogar Babyelefanten und eine schwangere Elefantenkuh. Fun Fact von unserem Guide an euch: Elefanten tragen ihre Babys ganze 22 Monate aus! So viel Geduld und Stärke. Einfach faszinierend.
Mittagessen gab’s bei Regen im Jeep – einfach und kalt, aber absolut aben(d)teuerreich und gemütlich. Auch wenn der Nachmittag uns keine Sonne mehr schenkte, so brachte er noch mehr tierische Begegnungen, bis wir gegen 17:30 Uhr zurückkehrten: klatschnass, kaputt, aber super erfüllt und happy. Das erste Mal seit zehn Wochen freuten wir uns auf eine heiße Dusche. Was für ein Tag! Das sind die Tage, die das Reisen so wertvoll machen.
Abends lud uns die Familie dann noch überraschenderweise zum Neujahrsdinner ein – Unser Tag in Udawalawe war ein Tag voller Verbundenheit, Natur, Menschlichkeit und Dankbarkeit. Einer dieser Tage, die wir tief im Herzen mit uns tragen werden.
Heute sind wir im Hochland, in Ella, angekommen – raus aus dem Jeep, rein in die Wanderschuhe. Die Berge rufen und wir sind bereit für neue Abenteuer. 🌿
Wenn Regen genau das Richtige ist!
Manchmal kommt alles genau so, wie es sein soll. Nach so vielen Tagen voller Abenteuer, Action und so vielen Ortswechseln hat uns Tangalle für zwei Tage einen Gang runtergeschaltet – und das ganz wortwörtlich. Regen. Ganze zwei Tage. Und das war für uns ehrlich gesagt einfach nur perfekt. Zwei Tage lang haben wir kaum das Bett verlassen, eingekuschelt in unserer wohl gemütlichsten Unterkunft seit Beginn der Sri Lanka-Reise. Die Gewitter draußen, das Prasseln des Regens auf dem Dach und dazu ein gemütliches Bett – mehr brauchte es in dem Moment wirklich nicht. Heute hieß es dann: neue Energie und neue Lust, etwas zu erleben. Auf dem Plan stand heute ein echtes Herzensding – ein privater Kochkurs! Schon lange wollten wir mal tiefer in die sri-lankische Küche eintauchen und heute war es endlich so weit. Gemeinsam mit den Besitzern eines kleinen Restaurants haben wir gelernt, wie man ein traditionelles (und komplett veganes!) Rice & Curry zubereitet – mit allem, was dazugehört: geschnibbelt, gerührt, gewürzt, gekostet und viel gelacht. Die beiden waren nicht nur super offen und herzlich, sondern haben uns auch so viele kleine Tipps und Einblicke gegeben – in ihre Küche, aber auch in ihr Leben. Das Curry am Ende? Eine absolute 10/10! (Aber ganz ehrlich, bei DER Köchin war das auch keine Überraschung - und damit meine ich nicht mich selbst 😁.) Die Erfahrung heute war nicht nur ein Kochkurs – es war einer dieser stillen Herzensmomente, den wir mitnehmen, egal wohin wir gehen. Heute haben wir wieder einmal so viel über die Welt und das Leben gelernt.
Morgen geht’s für uns weiter ins Landesinnere. Wir packen wieder die Rucksäcke und tauschen Strand gegen Safari: Der Udawalawe Nationalpark steht als nächstes auf unserer Liste. Elefanten, Krokodile, Natur und neue Eindrücke – wir sind bereit für das nächste Kapitel hier in Sri Lanka! 🐘🌿
🌊 Mehr als Wellen: Von Delfingeflüster, Mut und kleinen Glücksmomenten
Nach vielen erlebnisreichen Tagen an der Westküste Sri Lankas führte uns unsere Reise weiter richtung Süden – mit großen Erwartungen, kleinen Rückschlägen, ganz viel Mut und am Ende einem besonderen Moment der Dankbarkeit. In Mirissa, Hiriketiya und Tangalle haben wir wieder einmal gespürt, was Reisen wirklich bedeutet: raus aus der Komfortzone, rein ins Abenteuer – und manchmal auch einfach nur das Glück in einem gemütlichen Bett zu finden.
Mirissa – Auf der Suche nach den Giganten der Meere
In Mirissa angekommen, war klar: Hier wollen wir Wale sehen. Die Gegend ist bekannt für Blau- und Finnwale, die größten Tiere unseres Planeten. Also haben wir uns für eine Whale-Watching-Tour entschieden. Der Wecker klingelte um 5:30 Uhr, die Vorfreude war riesig. Doch nach fünf Stunden auf offenem Meer war klar – heute zeigen sich die Wale nicht. Klar waren wir ein bisschen enttäuscht, aber vor allem dankbar für die Erfahrung, denn: die Natur lässt sich nicht planen. Dafür wurden wir mit einem riesigen Schwarm Delfine belohnt, die fröhlich neben dem Boot herumsprangen, Saltos schlugen und uns eine spektakuläre Show lieferten. Währenddessen kämpften einige Mitreisende auf dem Boot mit dem Seegang – aber dank Reisetabletten blieb unser Magen stabil. Ein echtes Abenteuer auf hoher See! Am Nachmittag ging es zum Coconut Tree Hill – ein bekannter Instagram-Spot, der trotz seiner Popularität einfach magisch ist. Zahlreiche Palmen auf einem Felsen direkt am Meer, die sich im Wind wiegen – der perfekte Ort für einen Sonnenuntergang und das ein oder andere Foto. Bei einem Kaffee genossen wir die Aussicht, während Maximilian sich mit Odin, dem Hund des Cafés, anfreundete. Ein entspannter Abschluss für einen langen, aufregenden Tag.
Hiriketiya – Unser Surfabenteuer
Von Mirissa ging es dann weiter nach Hiriketiya, einem kleinen Ort mit großer Surfcommunity. Maximilian hatte schon seit langem Lust, das Surfen auszuprobieren und wo gibt es einen besseren Ort als in Sri Lanka - ein Land, dass für seine Surfspots bekannt und bei den Surfern besonders beliebt ist. Also hieß es wieder einmal: Komfortzone OFF, Abenteuer-Modus ON.
Mit einem privaten Surflehrer starteten wir mit Trockenübungen am Strand, dann ging es ab ins Meer! Und siehe da: Max entpuppt sich als Naturtalent – direkt bei der ersten Welle stand er auf dem Surfboard. Ich hatte etwas mehr mit der Balance zu kämpfen, aber nach ein paar Versuchen klappte es auch bei mir. Zwei, drei gute Wellen konnte ich reiten – und was soll ich sagen: Es war ein cooles Erlebnis! Max war so begeistert, dass er nachmittags gleich die zweite Stunde nahm und unsere weitere Reise am liebsten nach guten Surfspots planen würde. 🏄🏼🤙🏼
Neben den coolen Erlebnissen in Hiriketiya war unsere Unterkunft leider… sagen wir mal, sehr grenzwertig. Muffig, feucht, Mücken ohne Ende und ein offenes Bad – der Wohlfühlfaktor war gleich null. Wir hätten uns am liebsten spontan eine neue Unterkunft gesucht aber hey, auch das gehört zum Reisen dazu. Dafür war die Ankunft in Tangalle heute morgen umso schöner: Unsere bisher beste Unterkunft in Sri Lanka! Als Maximilian unser Zimmer sah, flossen sogar ein paar Tränen – echte Freude über die kleinen Dinge im Leben. Eine warme Dusche und ein sauberes, gemütliches Bett – manchmal braucht es wirklich nicht mehr zum Glücklichsein.
Jetzt heißt es erstmal: Entspannung pur. Die nächsten Tage werden wir am Strand verbringen, Energie tanken und uns eine Massage gönnen, bevor die nächste Etappe unserer Sri Lanka-Rundreise beginnt. Eines ist sicher: Diese Reise verändert uns – Welle für Welle 🧡
Unawatuna – Zugabenteuer, Schildkröten & echte Gastfreundschaft
Unser nächster Abschnitt auf der Reise durch Sri Lanka beginnt mit einer Zugfahrt, die wir so schnell nicht vergessen werden. Von Hikkaduwa nach Unawatuna ging es für uns auf typisch sri-lankische Art: ein alter Zug, offene Türen, keine Fenster und den Wind im Gesicht – und das Ganze für gerade mal 150 Rupien pro Person, also etwa 50 Cent. Die Fahrt war aufregend und vor allem lebendig. Maximilian hing (natürlich nur ganz vorsichtig) an den offenen Türen und ließ sich den Fahrtwind um die Nase wehen, während draußen die tropische Landschaft vorbeizog. Der Ausstieg war dann das nächste Abenteuer: kein Bahnsteig in Sicht und wir mit unseren schweren Rucksäcken – also wortwörtlich: Rucksack an, Sprung ins Ungewisse. 😄 Aber hey, genau dafür reisen wir – für diese kleinen Alltagsabenteuer.
In Unawatuna angekommen, wurden wir direkt herzlich in unserer neuen Unterkunft empfangen. Maximilian war sofort begeistert, als er erfuhr, dass unser Gastgeber ein bekannter sri-lankischer Baseballspieler ist, der sogar für die Nationalmannschaft in Sri Lanka spielt und schon an Olympia teilgenommen hat. Leider ist er gerade zum Training in Colombo, sodass wir uns nicht persönlich kennenlernen konnten, aber seine Frau hat sich rührend um uns gekümmert. Sie hat jeden Tag (morgens und abends) frisch für uns gekocht – traditionelle sri-lankische Küche, wie wir sie bisher noch nie gegessen haben. So viel Würze, Geschmack und Liebe auf dem Teller – einfach himmlisch! Wir haben uns lange mit ihr unterhalten, viel über das Leben in Sri Lanka erfahren und wurden für drei Tage fast schon ein Teil ihrer kleinen Familie. Die beiden Kinder waren zuckersüß und der Kleine wollte ständig mit Maximilian Baseball spielen. So viele herzliche Begegnungen hier in Sri Lanka bisher, so viel echtes Leben. 🧡 Wir lieben es!
Unser persönliches Highlight in Unawatuna war der Besuch am Turtle Beach. Wir dachten ja, wir hätten in Hikkaduwa schon riesige Schildkröten am Strand gesehen – aber die hier waren noch größer und noch majestätischer. Und das Beste: Sie schwammen direkt neben unseren Füßen im klaren Wasser. Ein Moment zum absoluten Innehalten.
Für einen Tagesausflug ging es dann in das charmante Galle, eine von Stadtmauern umgebene Kolonialstadt, die nur durch zwei Torbogeneingänge betreten werden kann. Spuren der ehemaligen niederländischen Herrschaft sind überall zu finden – ob in der Architektur oder den Namen. Wir besuchen in Galle Fort die Dutch Reformed Church, eine alte Kirche, dessen Name es bereits verrät. In den kleinen Gassen gibt es gemütliche Cafés, kreative Läden und eine ganz entspannte Atmosphäre. Louisa geniesst in Galle vor allem den zweitbesten Cheesecake, den sie je gegessen hat! (Der beste Cheesecake kommt von Louisas Mama und lässt sich auch nicht übertreffen 😉). Übrigens: Der Weg nach Galle? Wieder ein echtes Erlebnis: Busfahren in Sri Lanka ist nichts für schwache Nerven. Mit blinkenden LED-Leuchten, lauter indischer Musik, offener Tür und keiner klaren Haltestelle heißt es: Spring auf, wenn du kannst – spring ab, wenn du musst! Mit unseren großen Rucksäcken war das ein kleiner Balanceakt, aber bei einem Fahrpreis von 100 Rupien pro Person (umgerechnet etwa 28 Cent) kann man wirklich nicht meckern.
Unsere Zeit in Unawatuna war geprägt von echter Gastfreundschaft, tiefer Einblicke in die Kultur, einer tollen Begegnung mit unserer Gastgeberfamilie und dem Gefühl, wirklich angekommen zu sein. Jetzt sind wir in Mirissa angekommen – und morgen wartet ein ganz besonderes Erlebnis auf uns. Was genau, verraten wir euch im nächsten Beitrag – aber so viel sei gesagt: Der Wecker klingelt früh und es wird magisch. 🌅🐬
Willkommen in Sri Lanka, der Perle des indischen Ozeans 🇱🇰
Nachdem wir euch nun einige Tage haben warten lassen, kommt nun die Auflösung. Unserer drittes Reiseland auf unserer Weltreise ist, TROMMELWIRBEL, Sri Lanka!
Der Flug von Kuala Lumpur nach Colombo war mit 3,5 Stunden ziemlich angenehm, abgesehen von ein paar Turbulenzen. Was uns allerdings auffiel: Wir waren die einzigen Europäer im Flugzeug! Ein Gefühl, das wir kaum beschreiben können. Wie aufregend!
Das Visum für Sri Lanka hatten wir glücklicherweise schon vorab online beantragt, was die Einreise extrem einfach machte. Schnell durch die Passkontrolle, Stempel im Reisepass und schon saßen wir im Taxi, das uns für etwa 2 Stunden in die westlich gelegene Küstenstadt Hikkaduwa brachte. In Hikkaduwa verbringen wir die ersten drei Tage unserer Sri Lanka Rundreise.
Hikkaduwa ist mit seinen traumhaften Stränden und der entspannten Atmosphäre in unseren Augen der perfekte Ort, um in Sri Lanka anzukommen. Wir begeben uns also auf Erkundungstour und tauchen in das lokale Leben der Sri Lanker ein. Ein kleines Highlight war unser Frühstück in der Sunset Coffee Bar, einem gemütlichen Café direkt am Strand. Die Inhaber des Cafés sind super nett und wir haben uns bei einem Kaffee sehr lange und intensiv mit ihnen unterhalten. Es war spannend, mehr über das Leben und die Kultur in Sri Lanka zu erfahren. Und wer kann uns davon besser berichten als die Einheimischen selber?! Wir haben den Moment für euch in einem Foto festgehalten 🙂.
Im Anschluss und auf Empfehlung unserer "neuen Freunde" führte es uns an den Turtle Beach, wo wir bei knöcheltiefem Wasser riesige Schildkröten beobachten konnten. Einfach magisch, wie diese majestätischen Tiere ganz ruhig und gelassen durch das Wasser glitten. Außerdem gibt es direkt am Turtle Beach eine kleine "Schildkrötenfarm". Diese setzt sich vor allem für die Rettung der gefährdeten Schildkröten ein. Die Eier der Schildkröten werden in Sandhügeln verbuddelt und wenn die Kleinen geschlüpft sind, werden sie aufgezogen und später ins Meer entlassen.
Auch wenn wir beim Schnorcheln auf Koh Tao schon eine Schildkröte sichten durften, war die Erfahrung am Turtle Beach ein absolutes Highlight für uns!
Hikkaduwa ist übrigens ein wahres Surferparadies! Die hohen Wellen und der stetige Wind ziehen Surfer aus aller Welt an, die sich auf dem Wasser messen. Es macht Spaß, ihnen zuzusehen und die Energie der Wellen zu spüren. 🌊🏄♂️ Max möchte hier auf Sri Lanka unbedingt einen Schnupper-Surfkurs machen.
Tsunami Education Center & Museum
Vom paradiesischen Surfen kommen wir nun zu einem sehr sensiblen und emotionalen Thema. Eines der ergreifendsten Erlebnisse hier in Hikkaduwa war unser Besuch im Community Tsunami Education Center & Tsunami Museum. Der Tsunami vom 26. Dezember 2004 hat nicht nur Thailand, sondern vor allem Sri Lanka schwer getroffen. Rund 35.000 Menschen haben dabei nur in Sri Lanka ihr Leben verloren und das Land erholt sich heute immer noch von diesem traumatischen Ereignis. Der Besuch war sehr interessant, aber auch unglaublich emotional. Die Fotos und Geschichten im Museum haben uns tief berührt. Es ist beeindruckend zu sehen, wie das Land sich seitdem wieder aufgebaut hat und wie die Gemeinschaft zusammenhält. Louisa haben vor allem die gemalten Bilder, in denen Kinder ihre Erlebnisse des Tsunamis darstellen, berührt. Auch wenn im gesamten Museum ein Fotografieverbot herrschte, durften wir dennoch ein paar Bilder von den gemalten Bildern machen. Wir haben auch ein Foto von dem im Museum ausgestellten Zug machen dürfen, der 2004 von dem Tsunami getroffen wurde und heute im Museum dort ausgestellt ist.
Ein erstes Fazit
Bisher sind wir von Sri Lanka mehr als begeistert! Das Land hat so viel zu bieten: wunderschöne Strände, eine interessante Kultur, freundliche Menschen und eine spannende Geschichte. Die erste Station hat uns auf jeden Fall neugierig auf die kommenden vier Wochen gemacht. Wir sind sehr gespannt, was uns noch erwartet! Morgen geht es mit dem Zug erstmal in den nächsten Ort: nach Unawatuna. Bleibt dran! 😊