Vietnam

10 Tage lang dürfen wir Vietnam bereisen. Wir starten in der atemberaubenden, chaotischen Hauptstadt Hanoi. Schnell stellen wir fest - dieses faszinierende Land ist so groß und hat viel mehr zu bieten, dass wir definitiv wiederkommen müssen!

Hoi An – Farben, die die Seele berühren 💛

Es gibt Orte, die einen leise verzaubern – nicht durch große Monumente oder laute Sehenswürdigkeiten, sondern durch ein Gefühl, das sich langsam und tief in dein Herz schleicht. Hoi An ist so ein Ort. Deswegen verdient Hoi An noch einen eigenen Blogbeitrag auf unserer Vietnamreise.

Als wir durch die kleinen Gassen der Altstadt schlendern, fühlen wir uns wie in einer anderen Zeit. Die gelben Häuser mit ihren verwitterten Fassaden erzählen Geschichten aus vergangenen Jahrhunderten und jedes bunte Lampion, das sanft im Wind schaukelt, flüstert uns ein leises Willkommen zu. Hoi An ist einfach super schön – aber eben nicht auf diese klassische, postcard-perfekte Weise. Es ist eher ein Farbenmeer gepaart mit unterschiedlichen Gerüchen und Kopfsteinpflaster in engen Gassen, die uns die Sprache verschlagen. Tagsüber leuchtet die Stadt in einem warmen Sonnenlicht und in den kleinen Cafés duftet es nach vietnamesischem Kaffee und Gewürzen. Abends verwandelt sich alles in ein Lichtermeer – hunderte bunte Lampions spiegeln sich im Fluss, als würden Sterne auf dem Wasser tanzen. Es ist magisch. Wir nutzen den Moment und machen eine ganz private Bootstour, um selber Lampions für unsere Liebenden ins Wasser zu lassen und ihnen so ein Stück näher zu sein. Ein Moment, den wir besonders ins Herz geschlossen haben: Wir kamen in den Genuss, selbst eine traditionelle vietnamesische Obsttrage – die „Quang Gánh“ – durch die Straßen zu balancieren. Dazu trugen wir den ikonischen, traditionell vietnamesischen Non La-Hut. Für einen kurzen Augenblick durften wir in eine Lebensweise eintauchen, die nach außen so einfach wirkt und doch so tief verwurzelt ist in der Kultur dieses Landes. Es war viel schwerer als gedacht – aber auch ein unglaublich ehrliches, verbindendes Gefühl.
Die meiste Zeit verbringen wir jedoch am Pool des Hotels, denn bei 39 Grad Celsius kommen wir ganz schön ins schwitzen. Wir verarbeiten unsere unglaublichen Vietnam Eindrücke und sind dankbar für unvergessliche 10 Tage in diesem wunderschönen Land. Falls ihr also einmal die Gelegenheit habt – reist nach Vietnam und vor allem: Besucht Hoi An. Lasst euch treiben, lasst euch  berühren. Und vor allem: Reist mit einem leeren Koffer, denn wir haben selten so viele schöne, handgemachte Dinge auf einem Fleck gesehen – Laternen, Stoffe, Keramik. Es ist, als ob Kreativität hier in der Luft liegt. Wir kommen definitiv wieder! 🧡

Wie wir euch bereits versprochen haben, wird es weiterhin nicht langweilig werden. 
Wir sitzen nun am Flughafen und warten auf unseren Flieger nach ....... HONGKONG!
China, wir kommen! 🇨🇳 Und wir sind wahnsinnig aufgeregt, was uns in unserem 7. Land unserer Weltreise erwarten wird. Stay tuned und reist gemeinsam mit uns durch China!

Zwischen Karstfelsen und Kabelbahnen – Vietnam, du hast unser Herz erobert ♥️ 

Wir sind absolut verzaubert. Nach drei intensiven Tagen in Ha Noi und zwei wunderschönen Tagen in der Ha Long Bucht fällt es uns schwer, all das Erlebte in Worte zu fassen. Im Norden Vietnams, nicht weit von der chinesischen Grenze, beginnt unser kleines Abenteuer mit der Busfahrt von Hanoi nach Cat Ba Island – ein Ort, von dem wir vorher kaum etwas wussten und der sich jetzt in unsere Erinnerung eingebrannt hat. 
Mit der Seilbahn geht es vom Festland zunächst hinüber auf die Insel – ein Highlight für Maximilian, der sich diesmal erstaunlich entspannt zeigt (ganz anders als bei der Seilbahnfahrt auf Langkawi, bei der er literweise geschwitzt hat 😂). Cat Ba ist die größte Insel in der Ha Long Bay in Vietnam und daher auch Ausgangspunkt für alle Bootstouren in und um die Ha Long Bucht herum.  Auf Cat Ba angekommen, werden wir in kleine Gruppen eingeteilt und gehen an Bord eines kleinen Holzboots – mit uns sechs weitere Gäste, alle aus Frankreich und alle in unserem Alter. Was zuerst wie Zufall wirkt, fühlt sich schnell an wie ein Stück Reisefamilie. Es wird viel gelacht, geredet und geteilt und die Gruppe macht unsere Zeit in der Ha Long Bucht letztendlich zu einem unvergesslichen Erlebnis! Wir lernen sogar ein bisschen Französisch. Für die gemeinsamen Momente sind wir unendlich dankbar!
Kaum haben wir also unsere Kabinen bezogen und uns an Deck getroffen, legt das Boot ab – hinein in das stille, fast mystische Wasserlabyrinth der Ha Long Bay. Wir genießen ein frisches vietnamesisches Mittagessen an Bord, trinken später Kaffee mit Blick auf die dramatische Kulisse aus Karstfelsen und verlieren ein bisschen das Zeitgefühl. Schnell merken wir auch, dass wir absolut kein Netz mehr haben und unser Handy deshalb ganz entspannt im Zimmer bleiben kann. Was für ein herrliches Gefühl mal nicht erreichbar zu sein oder das Gefühl haben zu müssen, ständig auf das Handy zu schauen. 
Am Nachmittag ankern wir, steigen um in Kajaks und gleiten durch die stillen Buchten. Es ist fast unwirklich, wie friedlich alles ist. Maximilian springt später mutig vom oberen Deck direkt ins Wasser – laut lachend, voller Leichtigkeit. Ein Moment, den wir beide nie vergessen werden und den ich für uns und euch (weiter unten) bildlich festgehalten habe.
Am Abend gibt es an Bord einen kleinen Kochkurs – wir lernen, wie man vietnamesische Frühlingsrollen rollt, lachen über unsere krummen Versuche und essen am Ende doch ziemlich leckere Ergebnisse. Danach probieren wir uns im Tintenfischangeln und mit ein bisschen Anfängerglück ziehe ich gleich fünf kleine Tintenfische aus dem Wasser. Mein persönlicher Rekord und definitiv der Lacher des Abends. Zwar schmecken die Tintenfische uns später nicht besonders, nachdem die Crew sie direkt für uns gekocht und zubereitet hat, aber die Erfahrung bleibt unvergessen. Wenn ich später nicht wieder als Lehrerin arbeiten sollte, kann ich immer noch Fischerin in Vietnam werden. 
Die Nacht an Bord ist ruhig und wir schlafen tief und fest – geweckt nur von der Stille des Morgens. Am nächsten Tag erkunden wir Cat Ba Island mit dem Fahrrad, besuchen ein kleines Dorf mit rund 800 Einwohnern und lernen, wie Menschen dort früher – und zum Teil heute noch – in Lehmhütten leben. Wir hören Geschichten über Traditionen, Rituale und das einfache Leben auf dem Land. Es berührt uns, wie viel Stärke, Gemeinschaft und vor allem Zufriedenheit in dieser Schlichtheit steckt. Zurück an Bord wartet ein gemütlicher Brunch auf uns, bevor wir langsam zurück in den Hafen gleiten. Auf dem Weg zurück zum Hafen passieren wir noch ein kleines Fischerdorf, in dem die Menschen in ihren Hütten auf dem Wasser in den Buchten wohnen und vom Fischfang leben. Das war ein sehr besonderer Moment. Zurück in Ha Noi angekommen, sind wir beide so erschöpft, dass wir 13 Stunden durchschlafen – so tief und traumlos wie lange nicht mehr. Wir verbringen noch einen Tag in Ha Noi: Maximilian zieht los zum Shoppen, ich besuche ein Museum. Am Abend steigen wir in den Nachtbus Richtung Da Nang – 14 Stunden liegen vor uns, aber wir sind positiv überrascht: Der Bus ist halbwegs bequem, wir können liegen, fast wie in der Business Class… nur mit mehr Geschaukel als im Flugzeug und einem Busfahrer, der die Hupe als Dauerbegleiter entdeckt hat. Morgens um sechs Uhr erreichen wir Da Nang – übermüdet, aber erleichtert sicher übergekommen zu sein. Kurzentschlossen entscheiden wir uns für einen Abstecher in die Ba Na Hills, einen Freizeitpark in den Bergen Vietnams auf 1.450 Metern Höhe. Was kitschig klingt, entpuppt sich als ein echtes Highlight: Die berühmte Brücke, getragen von riesigen steinernen Händen, ist einfach beeindruckend. Wir verbringen fast sechs Stunden im Park – staunend, fotografierend, mittendrin. Ein bisschen wie Disneyland, nur vietnamesisch – und mit Tempeln, Schlössern, Gärten, Gondeln und jeder Menge Charme.
Zum Abschluss landen wir – wie soll es auch anders sein – im deutschen Brauhaus des Parks. Frisch gebrautes Bier, Jodelmusik, Maßkrüge und ein glücklicher Maximilian, der für nur 3,30 Euro eine Mass Bier bekommt. Leicht beschwipst machen wir uns auf den Rückweg, vorbei an der nächsten Superlative: Die längste Seilbahn der Welt mit über 5.300 Metern – und wieder meistert Maximilian sie souverän, diesmal sogar mit einem Liter Bier Intus und einem breiten Grinsen im Gesicht 😁 
Jetzt sind wir in Hoi An, einer kleinen Stadt im südlichen Teil von Vietnam – bereit für drei Tage Ruhe, Meer, Laternen und einfach nur sein. In zehn Tagen haben wir nur einen Bruchteil Vietnams gesehen und doch so viel erlebt. Dieses Land hat uns gepackt: mit seiner Landschaft, seiner Kultur, seinem Tempo, seiner Küche. Wir kommen wieder. Ganz sicher.
Bald geht es weiter in ein neues Land, ein neues Kapitel. Wohin? Noch geheim. Aber eines ist klar: Wir nehmen euch mit und freuen uns riesig drauf! 🫶🏼

Willkommen im bunten Vietnam! 🇻🇳 

Manche Entscheidungen trifft man spontan und manchmal sind es genau diese, die sich als die besten herausstellen. Vor ein paar Tagen saßen wir noch auf Bali, haben überlegt, wohin es als Nächstes gehen soll… Ursprünglich wollten wir auf die Philippinen fliegen, irgendwie kam dann aber Vietnam ins Spiel - wenige Klicks später war der Flug gebucht. Nach fünf Stunden Flug stehen wir heute in Ha Noi, mitten im Herzen dieses faszinierenden Landes. Und was sollen wir sagen? Es war genau die richtige Entscheidung. Wir können es selbst noch gar nicht glauben, aber wir sind in Vietnam!!! Wow!
Heute erleben wir unseren ersten Tag hier in Ha Noi, der Hauptstadt Vietnams und wir sind absolut geflasht. Diese Stadt hat einen Vibe, der schwer in Worte zu fassen ist. Ha Noi erinnert uns ein bisschen an Bangkok, aber ohne den Wahnsinn. Es ist trubelig, ja – eine Reizüberflutung an Eindrücken, Gerüchen, Geräuschen und Farben – aber auf eine sehr charmante, fast gemütliche Art. Unser Hotel liegt mitten im Old Quarter, einem Stadtviertel mit engen Gassen, historischen Häusern und unzähligen kleinen Läden. Alles wirkt super urig, authentisch, lebendig. Das Leben spielt sich hier draußen auf den Straßen ab – auf den Gehwegen wird gekocht, gegessen, gelacht, Schach gespielt. Manche schlafen einfach auf ihren Rollern, andere verkaufen dampfende Pho (traditionell vietnamesische Suppe) oder frisch gebratene Banh Mi (vietnamesische Sandwiches) an jeder Ecke. Wir schlendern einfach planlos durch die Straßen Ha Nois, saugen alle Eindrücke auf, staunen.
Ein echtes Highlight: die berühmte Train Street. Eine schmale Gasse, in der sich Cafés und Bars aneinanderreihen und mittendurch verläuft eine aktive Bahnstrecke. Als der Zug kam, ging alles ganz schnell: Tische und Stühle wurden zur Seite geschoben, die Gäste wichen an die Wände und dann schoss dieser Zug mit einem Affenzahn nur 30 Zentimeter an uns vorbei. Schockmoment – und Gänsehaut pur. Was für ein Erlebnis! Wir probierten außerdem den berühmten vietnamesischen Egg Coffee! Schmeckt ein bisschen wie Eierlikörchen 😉!
Während wir durch die Straßen schlendern, treffen wir eine Schulklasse, die auf Mission ist. Die Kids haben die Aufgabe, Touristen anzusprechen, um ihr Englisch zu vertiefen. Meine Augen leuchten natürlich direkt und mein Lehrerinnen-Herz lacht! (Liebe Grüße an die Klasse 4b :-))
Wir unterhalten uns mit den Kids und machen im Anschluss noch ein Foto zusammen! Was ein schöner Moment! Wir genießen außerdem einen Kaffee im super coolen Note Café, in dem es nur so von Notizzetteln wimmelt, weil Leute aus aller Welt hierherkommen, Grüße dalassen und das Café mit ihren Notizen tapezieren. Wir haben euch ebenfalls im Note Café in Ha Not verewigt! Die Grüße findet ihr weiter unten in den Bildern.
Vielleicht fragt ihr euch auch, wie das vietnamesische Essen hier so ist?! Wir sind jetzt schon verliebt in die vietnamesische Küche. Frisch, aromatisch, einfach unglaublich lecker und dazu auch noch unfassbar günstig. Für unser Abendessen (zwei Vorspeisen, zwei Hauptgerichte und zwei Getränke) bezahlen wir gerade mal 11 Euro. Lieben wir!

Drei Tage bleiben wir noch hier in Ha Noi, bevor es weitergeht zur nächsten Etappe unseres Vietnam-Abenteuers: eine zweitägige Kreuzfahrt durch die legendäre Ha Long Bucht. Die Vorfreude ist riesig! Vietnam – du hast uns jetzt schon verzaubert 🧡✨